PRESSEMITTEILUNG 03.03.2026
REPLOID Group AG: Feierliche Eröffnung der ersten landwirtschaftlichen ReFarmUnit
Wels, 3. März 2026 – Gestern fand die feierliche Eröffnung der ersten landwirtschaftlichen Insektenmastanlage (ReFarmUnit) bei einem Kunden, der Steinberger ReFarmUnit GmbH, in Burghausen (Bayern, Deutschland) statt.
Die Eröffnung der Anlage wurde gemeinsam von Hubert Aiwanger (Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie sowie stellvertretender Ministerpräsident des Freistaats Bayern), der oberösterreichischen Landesrätin Michaela Langer-Weninger, Florian Schneider (Erster Bürgermeister von Burghausen) und Philip Pauer (CEO der REPLOID Group AG) vorgenommen.
Die Technologie der ReFarmUnit wurde von REPLOID entwickelt und implementiert. Die industrielle Anlage befindet sich in einer Halle mit einer Grundfläche von 24 x 60 Metern. Darin wird täglich ein optimierter Mix aus rund 40 Tonnen organischer Reststoffe aus der Landwirtschaft und der Lebensmittelindustrie von etwa einer halben Milliarde Larven der schwarzen Soldatenfliege verarbeitet. Die Larven sind hochwertige Quellen für tierische Proteine und Fette. Deren Aus- und Abscheidungen bilden die Basis für den organischen Dünger AgriVio.
Die ReFarmUnit ist als dezentrale, modulare und skalierbare Anlage konzipiert. Sie bezieht ihre Reststoffe im Umkreis von rund 50 Kilometern.
Philip Pauer, Gründer und CEO von REPLOID: „Die Eröffnung der Anlage in Burghausen ist sicherlich ein Meilenstein für uns. Es war einer dieser Tage, an dem man gesehen hat, was aus viel Arbeit, Ausdauer und Teamgeist entstehen kann. Mittlerweile sind unsere Lösungen weltweit gefragt. Daher arbeiten wir intensiv und getreu unserem Motto ‚Forward for Change‘.“
Staatsminister Hubert Aiwanger: „Die Insektenmastanlage packt ein zentrales Grundproblem unserer Landwirtschaft an.“ Angesichts knapper Ressourcen und starker Preisschwankungen bei gleichzeitig rund 88 Millionen Tonnen Lebensmitteln, die jährlich weggeworfen werden, sagte er: „Wenn Lebensmittelabfälle, Pflanzen oder Schlachtabfälle plötzlich wieder eine wirtschaftlich sinnvolle Verwertung erfahren und sogar zusätzliche Einnahmen ermöglichen, eröffnet das der Landwirtschaft neue Perspektiven.“
In Anerkennung des innovativen Ansatzes zur Verwertung organischer Reststoffe überreichte Staatsminister Aiwanger dem Hauptgesellschafter der Steinberger ReFarmUnit, Herrn Simon Steinberger, eine Förderurkunde über EUR 880.000.
Das Ministerium fördert solche Projekte im Rahmen des Förderprogramms BayBioökonomie-Scale-UP. Das ist Teil der bayerischen Bioökonomiestrategie „Zukunft.Bioökonomie.Bayern.”. Sie ist darauf ausgerichtet, biologische Ressourcen effizient im Kreislauf zu halten, fossile Rohstoffe zu ersetzen und nachhaltige, regionale Wertschöpfungsketten zu stärken.
Landesrätin Langer-Weninger: „Die Landwirtschaft verfügt über jahrhundertealtes Wissen über Kreisläufe – es gilt nun, dieses Wissen mit modernen Ansätzen zu verbinden und so gemeinsam eine resiliente, ressourcenschonende Zukunft zu gestalten. Ich freue mich daher, dass diese innovative Idee nicht nur aus Österreich, sondern aus Oberösterreich kommt. Wir sind nicht nur der Industriemotor Österreichs, sondern auch das Agrarbundesland Nummer eins.“
Erster Bürgermeister Florian Schneider: „Mit der ReFarmUnit entsteht in Burghausen ein neues Kapitel moderner Landwirtschaft. Hier wird aus regionalen Reststoffen ein hochwertiger Rohstoff für internationale Märkte. Dass ein landwirtschaftlicher Familienbetrieb diesen Schritt geht, verdient großen Respekt. Solche Projekte zeigen, dass nachhaltige Landwirtschaft, wirtschaftlicher Erfolg und technologische Entwicklung Hand in Hand gehen können.“
Über die REPLOID GROUP AG
Die REPLOID Group AG („REPLOID“) stellt hochwertige Proteine und Fette sowie biologischen Dünger aus der Aufzucht von Larven der Schwarzen Soldatenfliege her. In den für ihre Kunden errichteten Mastanlagen – den REPLOID ReFarmUnits – erhalten vom Unternehmen gelieferte Junglarven eine auf den jeweiligen Standort abgestimmte Futtermischung aus Reststoffen der regionalen Lebensmittel-Wertschöpfungskette. Nach erfolgter Mast übernimmt REPLOID die Larven zur zentralen Vermarktung.
Mit dem Upcycling im industriellen Maßstab bietet REPLOID eine auch ökonomisch attraktive Lösung für die Kreislaufwirtschaft. Das Modell der Gruppe ermöglicht es, Lebensmittelreststoffe und ungenutzte Lebensmittel effizient zu verwerten und zentrale Ressourcen nachhaltig zu schonen.
Die REPLOID Group AG wurde im Jahr 2020 gegründet und hat ihren Sitz in Wels (Österreich). Das Unternehmen ist global ausgerichtet und notiert seit Juli 2025 im Segment direct market plus der Wiener Börse (Kürzel: HRX5). Die Gruppe beschäftigt rund 80 Mitarbeitende.
Rückfragehinweis
Mag. Hans Lang | Director Group Communications | +43 660 693 45 63 | presse@reploid.eu



